Am 29. August feiert Wolfgang Ruf seinen 85. Geburtstag – kaum vorstellbar, dass es schon wieder 15 Jahre her ist, dass Hartmut Krones seine Laudatio auf den hoch geschätzten Professor für Historische Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Editionsleiter der Hallischen Händel-Ausgabe und Präsidenten der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft anlässlich der Verleihung des Händel-Preises der Stadt Halle gehalten hat; seine Kolleginnen und Kollegen, Weggefährten, Schülerinnen und Schüler haben ihn im gleichen Jahr mit einer Festschrift geehrt, die sich um das Thema „Aria“ rankte und damit auch um die mit dem Begriff verbundene Vorstellung des Schönen, Anmutigen und Harmonischen.
Heute kann sich Wolfgang Ruf eines nachgerade biblischen Alters erfreuen – und wir freuen uns mit ihm, denn von ihm konnten wir nicht nur fachlich, sondern auch menschlich viel lernen. Besonders beeindruckt hat mich stets seine rundum positiv gestimmte Sicht auf die Welt und ihre Erscheinungen. Ich habe ihn 2011 als einen Menschen charakterisiert, „der in seiner offenen Geradlinigkeit, seiner Zugewandtheit und Empathie, seinem Optimismus und seinem sanguinischen Temperament diese Freude am Dasein allen, die ihm verbunden sind, vorlebt.“ Er tut dies noch heute, und wir wünschen ihm, dass es ihm und allen, die ihm verbunden sind, noch lange vergönnt sein wird, diesen Wunderblick auf das Leben zu behalten.
Wolfgang Hirschmann


