2021: Erlösung und Moderne – Händels Messiah im 19. bis 21. Jahrhundert

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Im Rahmen der Händel-Festspiele 2021 in Halle (Saale), die unter dem Motto „Helden und Erlöser“ stehen, findet vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2021 die Internationale Wissenschaftliche Konferenz „Erlösung und Moderne – Händels Messiah im 19. bis 21. Jahrhundert“ statt. Das Thema der Konferenz akzentuiert die Aufführungs-, Bearbeitungs- und Wirkungsgeschichte des Oratoriums, das wie kein zweites Werk für die Weltgeltung des Komponisten steht. Von dem Librettisten Charles Jennens als Antwort auf zeitgenössische deistische Zweifel an der messianischen Sendung des christlichen Erlösers konzipiert, erlangte Messiah im Laufe seiner von 1741 bis in die heutige Zeit ungebrochenen Aufführungsgeschichte den Status eines spirituellen Bekenntniswerkes, das nicht nur transkonfessionell, sondern auch in säkularen Zusammenhängen wirken sollte und konnte. In seiner Bedeutung für die Händel-Rezeption wird Messiah nur noch durch den Halleluja-Chor aus diesem Werk übertroffen, der – um nur zwei Beispiele herauszugreifen – bei der Eröffnung der Olympischen Spiele am 1. August 1936 in Berlin ebenso verwendet werden konnte wie bei einer Freiluftaufführung durch Chor und Orchester der Resistenza musicale permanente anlässlich des Rücktritts des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi am 12. November 2011.

Die Konferenz möchte nicht nur in Erfahrung bringen, was in solchen säkularen Kontexten aus der ursprünglichen christlichen Erlösungsbotschaft des Oratoriums geworden ist, sondern auch, welche (durchaus auch problematischen) Adaptionen und Transformationen zu der heutigen globalen Geltung des Messiah und seines berühmtesten Chores geführt haben.

Der Festvortrag von Andreas Waczkat (Universität Göttingen) am 29. Mai 2021 wird in die Thematik einführen. Für die Konferenz erwünscht sind wissenschaftliche Beiträge, welche die Aufführungs- und Bearbeitungsgeschichte des Werkes seit dem späten 18. Jahrhundert wie auch die religiösen, politischen, kultur- und sozialgeschichtlichen Deutungsprobleme, die mit der globalen Verbreitung des Werkes im 20. und 21. Jahrhundert verbunden sind, zum Gegenstand haben.

Die Veranstalter laden interessierte Forscherinnen und Forscher dazu ein, an der Konferenz mit einem 25-minütigen Referat teilzunehmen und bitten um eine Bewerbung mit Themenvorschlag und Abstract bis zum 30. September 2020. Reise- und Übernachtungskosten werden für die Konferenztage übernommen.

Kontakt: Dr. Annette Landgraf landgraf@musik.uni-halle.de; Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann wolfgang.hirschmann@musik.uni-halle.de; gesellschaft@haendel.de

Kontakt

Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
wolfgang.hirschmann@musikwiss.uni-halle.de

Dr. Annette Landgraf
Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e. V.
landgraf@musik.uni-halle.de

Dr. Konstanze Musketa
Stiftung Händel-Haus Halle
konstanze.musketa@haendelhaus.de

Veranstalter

Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften, Abteilung Musikwissenschaft, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Stiftung Händel-Haus Halle

Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e. V., Internationale Vereinigung

Veranstaltungsorte

Stadthaus am Markt

Händel-Haus
Große Nikolaistraße 5
06108 Halle
Tel. +49 (0)345 500 900