Drei junge Musikerinnen erhalten erstmals vergebene Klaus-Froboese-Jugendpreise
Der Klaus-Froboese-Jugendpreis zur Förderung des musikalischen Nachwuchses im Bereich der Alten Musik, insbesondere der Musik Georg Friedrich Händels, hat seine ersten Preisträgerinnen. Die von der Internationalen Händel-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Händel-Gesellschaft Karlsruhe und dem Konservatorium der Stadt Halle (Saale) ausgelobte Auszeichnung wurde nach öffentlichen Vorspielen am 29. November 2025 vergeben.
Den mit 500 Euro dotierten Hauptpreis gewann die Oboistin Annika Poltersdorf. Ein Sonderpreis für Verzierungskunst ging an die Blockflötistin Lydia Hädicke, während die Blockflötistin Tabea Baumert mit einem Förderpreis ausgezeichnet wurde. Eine fünfköpfige Jury beurteilte die Leistungen der jungen Talente.

Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) und Schirmherr des Wettbewerbs, betonte: „Preis und Wettbewerb verbinden auf wunderbare Weise Würdigung, Ehrung, Förderung und unsere Händel-Tradition. Wir erinnern einerseits an den großartigen Musiker und Intendanten unserer Oper, Klaus Froboese. Andererseits unterstützen wir hervorragende Talente unseres musikalischen Nachwuchses. Ich danke unseren Partnern, der Internationalen Händelgesellschaft mit Sitz in Halle (Saale) und der Händel-Gesellschaft Karlsruhe für ihr Engagement und die Preisstiftung.“
Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann, Vorsitzender der Jury und Präsident der Internationalen Händel-Gesellschaft, zeigte sich begeistert: „Ich bin sehr glücklich, dass wir gleich beim ersten Anlauf ein hoch qualifiziertes Bewerberfeld vorfanden, das uns die Entscheidungen wirklich schwer machte.“ Die drei Preisträgerinnen werden ihre Auszeichnung im Rahmen zweier festlicher Veranstaltungen entgegennehmen: im Februar 2026 beim Preisträgerkonzert des Internationalen Händel-Jugendpreises in Karlsruhe sowie im Juni 2026 während der Mitgliederversammlung der Internationalen Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft in Halle (Saale). Bei beiden Gelegenheiten werden sie ihr Können einem breiten Publikum präsentieren.
Ausschreibung zum Klaus-Froboese-Jugendpreis 2026
– Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Halle Dr. Alexander Vogt –
Der „Klaus-Froboese-Jugendpreis der Internationalen Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft Halle (Saale) innerhalb des Internationalen Händel-Jugendpreises der Händel-Gesellschaft Karlsruhe“ wird erstmalig für 2026 ausgeschrieben. Er wird in Kooperation mit dem Konservatorium „Georg Friedrich Händel“, Halle (Saale), und der Händel-Gesellschaft Karlsruhe ausgerichtet und künftig alle zwei Jahre vergeben. Die Schirmherrschaft übernimmt der Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), Herr Dr. Alexander Vogt.
Die Händel-Gesellschaft Karlsruhe widmet sich satzungsgemäß der Förderung des künstlerischen Nachwuchses; bereits seit 1995 lobt sie daher jährlich den Internationalen Händel-Jugendpreis aus. Im Sinne der Partnerschaft zwischen den Städten Karlsruhe und Halle und deren Händel-Gesellschaften stiftet die Händel-Gesellschaft Halle den Klaus-Froboese-Jugendpreis, der dem Gewinner aus Halle die Teilnahme am Preisträgerkonzert in Karlsruhe ermöglicht. Die Ausschreibung erfolgt auf der Grundlage der Richtlinien des Internationalen Händel-Jugendpreises 2026 der Händel-Gesellschaft Karlsruhe e. V.
Der Preis ist dem Andenken von Klaus Froboese (1947–2019) gewidmet, der von 1991 bis 2008 als Intendant der Oper Halle wirkte und die Verbreitung einer historisch informierten Aufführungspraxis in besonderer Weise förderte. Auf sein Betreiben hin wurde Anfang der 1990er Jahre das Händelfestspielorchester gegründet, das bis heute als Spezialensemble für Alte Musik auf historischen Instrumenten musiziert. Er hat der Händel-Gesellschaft einen Teil seines Vermögens überantwortet, das für die Finanzierung des Preises eingesetzt wird und so die Nachwuchsarbeit im Bereich der Alten Musik, insbesondere der Musik Händels, unterstützt.
Der Preis
Der Preis ist mit 500 € dotiert. Die Urkunde wird im Preisträgerkonzert innerhalb der Internationalen Händel-Festspiele in Karlsruhe übergeben. Bestandteile des Preises sind beitragsfreie Mitgliedschaften in den Händel-Gesellschaften in Halle und Karlsruhe (beitragsfrei bis zum Ende einer Berufsausbildung, längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres) und zwei Konzertauftritte:
- Sonntag, 22.02.2026, 11:00 Uhr, Preisträgerkonzert des Internationalen Händel-Jugendpreises im Kleinen Haus des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe
- Samstag, 06.06.2026, 11:00 Uhr, Mitgliederversammlung der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft Halle im Kammermusiksaal des Händel-Hauses
Wer kann teilnehmen?
Die Ausschreibung richtet sich an Schüler*innen, Student*innen, Privatpersonen und Kammermusikensembles mit Wohn-, Schul- oder Unterrichtsort in der Stadt Halle (Saale) und erfolgt für alle Instrumente und/oder Gesang:
- Altersspanne: 8−20 Jahre (Stichtag: 31.12.2025)
- Der Vortrag sollte ausschließlich durch Schüler*innen erfolgen. Eine Begleitung durch einen nicht gewerteten Erwachsenen ist beim Vorspiel zulässig; im Preisträgerkonzert in Karlsruhe sollte die Begleitung dann möglichst durch Schüler*innen / Student*innen aus Karlsruhe erfolgen.
- Im Falle zu vieler Bewerbungen behält sich die Jury vor, die Anzahl der Teilnehmer*innen zu begrenzen (Kriterium ist das Datum der Anmeldung).
Das Programm
- Werke des Barock (1620−1750), darunter möglichst eine Komposition von Georg Friedrich Händel; Bearbeitungen Händel’scher Werke sind zugelassen
- max. ein Werk aus einer anderen Epoche, Dauer höchstens 4 Minuten bzw. 20 % der Vorspielzeit
- Solostücke und Kammermusik (mit oder ohne Generalbass-Begleitung)
- Für den Generalbass wird als Tasteninstrument das Cembalo bevorzugt; das Konservatorium stellt ein gleichschwebend gestimmtes Cembalo auf 415/440 Hz zur Verfügung.

Vorspiel
- Das Vorspiel ist öffentlich.
- Dauer des Vorspiels 8 bis 20 Minuten (altersabhängig, 8 Min. für 8-Jährige, 9 Min. für 9-Jährige usw.; bei Ensembles zählt das Durchschnittsalter); zu Beginn stellen die Teilnehmer*innen ihr Programm kurz vor (ca. 3 Min.).
- Ort und Zeit: Samstag, 29.11.2025, im Konzertsaal des Konservatoriums, Haus 2, Schillerstraße 47, 06114 Halle (Saale)
- Am Tag des Vorspiels stehen im Konservatorium Räume zum Einspielen zur Verfügung.
- Für die Jury sind je 2 Noten-Exemplare bereitzuhalten.
- Private Ton-, Bild- und Video-Aufnahmen während des Vorspiels sind nicht gestattet.
Bewerbung
Das Anmeldeformular ist unter www.haendel.de abrufbar und über die Lehrkraft erhältlich.
- Bewerbungsschluss für den Preis 2026: 25.10.2025
- Die Bewerbung erfolgt vorzugsweise durch die jeweilige Lehrkraft, möglich ist auch eine Anmeldung durch den Teilnehmenden selbst bzw. einen Erziehungsberechtigten.
- Das Anmeldeformular mit Anlagen zu Programm, Besetzung und Kurzinformationen zu den Teilnehmenden ist zu senden an (als Brief und per E-Mail): → Frau Martina Quaas, Konservatorium „Georg Friedrich Händel“, Musikschule der Stadt Halle, Mötzlicher Str. 15b, 06118 Halle (Saale) → martina.quaas@halle.de
Die Jury
Über die Vergabe des Klaus-Froboese-Jugendpreises entscheidet die Jury. Ihr gehören an: Irene Weber-Froboese (Luzern), Dr. Judith Marquardt (Beigeordnete für Kultur der Stadt Halle), Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann (Präsident der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft Halle) und Spezialist*innen der Alten Musik, die nicht Lehrende der Teilnehmer*innen sind. Die konkrete Besetzung wird vor Beginn des Vorspiels bekannt gegeben.
Bewertet werden u. a. Ton, Dynamik, Artikulation und Phrasierung, Verzierungen, Intonation, Rhythmus, Zusammenspiel, Atemtechnik, Aussprache sowie die äußere Darbietung. Wünschenswert sind Grundkenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis. Die Jury behält sich im Einzelfall vor, den Vortrag abzubrechen. Die Bekanntgabe des Ergebnisses erfolgt zeitnah durch den Präsidenten der Händel-Gesellschaft Halle. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. Es obliegt der Jury, im Rahmen des Klaus-Froboese-Jugendpreises Förderpreise zu vergeben. Die Preisträger*innen werden öffentlich bekannt gegeben, u. a. auf der Homepage der Händel-Gesellschaft Halle und im Festival-Programmheft der Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe. Für die Verwendung von Bildmaterial wird vorab die Genehmigung eingeholt.
Preisträgerkonzert in Karlsruhe und Konzert in Halle
Das öffentliche Preisträgerkonzert des Internationalen Händel-Jugendpreises in Karlsruhe findet im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe am Sonntag, 22.02.2026, 11:00 Uhr im Kleinen Haus des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe statt. Die Mitwirkung des/der Preisträger*in des Klaus-Froboese-Jugendpreises ist obligatorisch. Der Auftritt sollte 10 Minuten nicht überschreiten. Zu Beginn stellen die Preisträger*innen das Programm dem Publikum kurz vor (ca. 3 Min.).
Das Badische Staatstheater stellt ein Cembalo in gleichschwebender Stimmung von 415/440 Hz zur Verfügung. Die detaillierten Angaben zum Programm sowie die Noten für eine evtl. Begleitung aus Karlsruhe sind bis zum 15.12.2025 an den Vorsitzenden des Internationalen Händel-Jugendpreises Karlsruhe, Prof. Dr. Peter Overbeck, zu übermitteln: haendel-ka@web.de.
Die Reise- und Übernachtungskosten des/der Preisträger*in übernimmt die Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft, Grundlage sind die entsprechenden Regelungen des Bundesreisekostengesetzes. Die Reisekostenabrechnung erfolgt über Frau Ulrike Harnisch, Geschäftsstelle der Händel-Gesellschaft Halle: gesellschaft@haendel.de
Die Mitgliederversammlung der Internationalen Händel-Gesellschaft in Halle findet während der Händel-Festspiele am Samstag, 06.06.2026, um 11:00 Uhr im Kammermusiksaal des Händel-Hauses statt. Auch hier ist der Auftritt des/der Klaus-Froboese-Jugendpreisträger*in obligatorisch. Die Einzelheiten werden vorab mit der Geschäftsstelle der Händel-Gesellschaft Halle geregelt.




